Ziele setzen und formulieren.

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Sinnvolle Ziele sind der halbe Erfolg

Wie man Ziele sinnvoll erarbeitet und formuliert

In der heutigen, schnelllebigen Zeit die richtigen Ziele setzen gehört zu den ersten Herausforderungen eines neuen Jahres. Da die meisten Vorsätze, die im Januar enorm wichtig scheinen, oftmals im Dezember wenig Relevanz haben, ist es das A und O, sich mit den Erwartungen für das neue Jahr eingehend auseinanderzusetzen. So erreichst Du trotz ständiger Kursanpassungen Dein Ziel. Wie Ziele sinnvoll und nachhaltig erarbeitet werden, nehmen wir in unserem Blogartikel genauer unter die Lupe.

 

Ziele erreichen

Meist werden die Ziele für das neue Jahr mit dem Feedback aus dem letzten Jahr verbunden. Aus den Erkenntnissen der Rückschau leiten sich die zukünftigen Absichten ab. Dazu gehört es, die geeignetsten Ziele zu finden, sinnvoll zu formulieren, praktikable Überprüfungsmechanismen festzulegen und die Anforderungen an Talent Management und Organisationsentwicklung intelligent zu integrieren.

 

Ziele finden

In der Regel gibt die Firmenleitung übergeordnete Ziele vor. Idealerweise gibt es eine langfristige Vision auf der Metaebene, auf die diese einzahlen. Daraus kaskadieren sich entsprechende Ziele auf Abteilungsebene und für den einzelnen Mitarbeiter. Während die Vision den groben Fahrplan für die inhaltliche Ebene vorgibt, geben Leitlinien einen Rahmen, wie diese Ergebnisse erreicht werden sollen, bzw. wie die Arbeit an den Zielen die Unternehmenskultur prägt.

Die Top-down-Kaskade suggeriert eine einfache, logische Ableitung. Wer aber bereits Erfahrung damit hat, weiß, wie schwierig es ist, strategische Ziele auf einer operativen Ebene zu verankern. Firmen wie Google, Intel und viele Start-ups nutzen den Ansatz „OKR – Objectives and Key Results“. Dabei beschreiben die Objectives die qualitativen Attribute des Angestrebten. Die Key Results ergänzen diese mit messbaren, quantitativen Meilensteinen, die am Ende des Jahres das Gesamtergebnis bewerten. Die Idee dahinter ist, daß, wenn jeder Kollege genau weiß, was er zu tun hat und inwiefern seine Aufgaben essentielle Beiträge für die Unternehmensziele darstellen, sich die Koordinationsarbeit reduziert. Dies ermöglicht schnellere und lösungsorientiertere Entscheidungen, in dem der Handlungsspielraum des Einzelnen erweitert wird, ohne die Richtung zu verlieren. Dazu bedarf es aber einiger Betrachtungen, die Klarheit und Orientierung geben:

 

Wozu? - oder der „Reason Why“

Fangen wir also ganz oben an. Wohin will das Unternehmen? Was ist dessen Vision und Mission? Eine der wichtigsten Fragen lautet daher „Wozu“ all die Anstrengungen, wozu veranstalten wir das Ganze. Den „Reason Why“ zu verstehen, ist essentiell, um die emotionalen Ressourcen zu nutzen, die uns Motivation und Energie geben. Dazu ist es wichtig, auch Deine eigenen Antriebe zu kennen. Warum gehst Du jeden Tag zur Arbeit? Was willst Du damit erreichen? Das können sowohl banale Dinge sein, wie Geld für die nächste Reise verdienen, aber auch idealistische Gründe wie einen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft leisten. Dabei kommt es nicht darauf an, wie spektakulär Deine Motivationsgründe sind, sondern lediglich darum, Relevanz für Dein tägliches Schaffen herzustellen.

 

Unternehmensziele mit beruflichen und privaten Zielen verbinden

Wie kannst Du daher Unternehmensziele so auf Deine eigene Arbeit runterbrechen, so dass sie auf Deine individuellen beruflichen und privaten Absichten einzahlen? Beispiel: Dein Arbeitgeber, ein Softwareunternehmen baut Software, die Elektronik verlässlicher werden lässt. Unternehmensvision ist, die Welt zu einem sichereren Ort zu entwickeln. Dafür braucht es mehr Kunden, die die Relevanz der Produkte erkennen und diese bezahlen. Daraus ergeben sich für alle Fachabteilungen mögliche Ziele. Arbeitest Du als Projektleiter, ergibt sich daraus beispielsweise, dass Du dem Kunden, über die Technologie hinaus, die Hintergründe mehr erläutern solltest. Gleichzeitig beabsichtigst Du, eine Stufe in der Karriereleiter nach oben zu steigen. Außerdem wünschst Du Dir, Deine Persönlichkeit zu entwickeln und besser mit Kritik und Konflikten umzugehen.

 

Eigenen Spielraum erkennen, nutzen und ausbauen

Egal welche Art von Zielvereinbarungen im Unternehmen üblich sind: es ist an der Zeit, als Individuum Verantwortung für die Gestaltung der Ziele zu übernehmen und diese mit zu gestalten. Auch wenn von oben vorgegeben wird, was zu tun ist, so ist es wichtig, seinen eigenen Spielraum, mag er noch so klein sein, zu kennen, zu nutzen und auszubauen.

In der alltäglichen Routine sieht man manchmal gar nicht, wie eingefahren man ist, daher eignet sich das Gespräch gut, um mit Deinem Manager den eigenen Handlungsrahmen zu erörtern. Oft ist dieser größer, als Du denkst und Führungskräfte sind dankbar für Deine Eigeninitiative.

 

Ein Prozess vieler Ideen

Sinnvolle Ziele schüttelt man in der Regel nicht aus dem Ärmel, nur weil gerade ein entsprechender Termin im Kalender steht. Es ist ein Prozess aus vielen kleinen Ideen, die aus der Arbeit des letzten Jahres resultieren. Manche kommen aus den eher übergeordneten, fast schon philosophischen Fragen, manche kommen aus einer Heureka-Eingebung, weil man mehr oder weniger zufällig eine Lösung für ein Problem erkannt hat. Es empfiehlt sich, sich eine Art Ideenbuch anzulegen, in dem Du Deine Gedanken und Pläne festhältst, damit Du sie zur rechten Zeit in konkrete, erreichbare Ziele und Maßnahmen skizzieren kannst. 

 

Ziele formulieren

Übergeordnete Ziele (Objectives) lassen sich am besten in einem Bild formulieren, dass greifbar und allgemein verständlich ist. Wirksam ist es, wenn es Dich emotional berührt. Eine Visualisierung ist hier Gold wert. Wenn Du die Ziele malen oder skizzieren kannst, weißt Du, Du bist auf dem richtigen Weg. Wenn Du nicht selbst malen willst, dann helfen Dir Bilder oder Sprüche, die Du in einer Collage zusammenstellen kannst. Es gibt viele Kreativtechniken, um Ziele zu visualisieren und greifbar zu machen. Für die Ableitung der Teamziele arbeiten wir gerne mit Lego, bei individuellen Zielen eignen sich die Disney-Methode oder ein kleiner Fragenkatalog. Fragen von Interesse sind hier, was lief schon gut und was gedenkst Du weiter auszubauen? Was macht Dir Spaß und bringt relevante Ergebnisse? Was beabsichtigst Du zu verbessern? Was braucht Dein Kunde, um Deine Arbeit zu schätzen? Wo bietet sich die Möglichkeit, Deine Kunden und Kollegen noch besser einzubinden, wo willst Du sie unterstützen und wo entlasten? Was hilft Dir, effizienter zu arbeiten und effektiver Deine Ergebnisse zu liefern? Womit verbringst Du derzeit (unnötig) Zeit, wo investierst Du zu wenig?

 

Die operativen Ziele (Key Results) lassen sich am besten mit der SMART-Formel greifen.

S für spezifisch meint eine präzise Verbalisierung, was konkret soll wie genau erreicht werden. Zahlen, Daten und Fakten sind hier gefragt.
M bedeutet eine quantitative Überprüfbarkeit, während 
A für die Attraktivität des Vorhabens steht. Idealerweise erzeugt das Ziel eine Vorfreude, etwas, dass Du Dir wünschst und mit dem Du Dich identifizieren willst.
R fordert eine rationale Sichtweise ein. Ist das Projekt zwar eine Herausforderung, aber machbar? Zur realistischen Einschätzung gehört, dass Resultate unabhängig von anderen Faktoren geschaffen werden, auf die Du keinen Einfluss hast.
T gibt die zeitliche Dimension dazu, wann und in welcher Zeit Resultate zu liefern sind.

Ein Beispiel für die oben genannte Projektleitung ist: Im ersten Quartal 2018 treffe ich alle Key Stakeholder der Kunden x, y, z, um ihnen eine für sie relevante Trendanalyse und die daraus resultierenden neuen Features der Software zu erläutern.

Wichtig ist es, dass diese Ziele, sowohl Objectives als auch Key Results auf überschaubare Zeiträume herunter gebrochen werden. Was ist jetzt erforderlich, damit Du das Ziel bis Jahresende erreichst? Am besten erstellst Du einen Wochenplan, gerne visualisiert auf einem Zeitstrahl, der Dir zeigt, was wann zu erledigen ist. So erkennst Du auf einen Blick, welche Abhängigkeiten Ziele haben und wo der Workload gegebenenfalls zu hoch wird.

 

Affirmationen bilden

Aus den Objectives können Affirmationen abgeleitet werden. Eine emotionale und positive Formulierung wirkt unterbewusst, auch wenn man nicht direkt daran arbeitet. Die Psychologen sprechen davon, dass sich das ganze System auf die Zielerreichung ausrichtet. Gemeint ist damit eine mentale Einstellung, die sich positiv auf die Handlungen für die Zielerreichung auswirkt. Es gibt immer Durststrecken, die überwunden werden müssen oder extreme Kurswechsel, die es uns schwer machen, die eigentliche Richtung beizubehalten. Je enger die emotionale Bindung zu unseren Affirmationen ist, desto besser entfalten sie ihre Wirkung, die eine scheinbar mühelose Ausrichtung ermöglicht. Wenn Dir keine passenden Affirmationen gelingen, ist dies vielleicht auch ein Hinweis, dass die Ziele noch nicht stimmig für Dich formuliert sind bzw. sie noch nicht im Einklang mit Deinen persönlichen Werten sind. Da gilt es, nochmal genauer hinzusehen und nachzubessern.

 

Im nächsten Blogartikel am 13.02. erfährst Du, wie Du Deine Ziele regelmäßig überprüfst. Schau rein oder melde Dich bei unserem Newsletter an.

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